Der Jagdgebrauchshund im Schwarzwildgatter

.Max wartet auf seinen Einsatz

Nach einer Schulung im Schwarzwildgewöhnungs-Gatter Altmühltal, in dem ich bereits als Richter tätig sein durfte, möchte ich allen Jagdgebrauchshundeführern erklären, warum die Ausbildung im Gatter so enorm wichtig ist für ihren Jagdhund. Letztendlich ist die Prüfung das Ziel, jedoch bereits die Ausbildung ist für Eueren Hund ein Lebensversicherung. Das erfolgt in mehreren Etappen und beginnt mit dem Prägungsgatter, was ich anlässlich der Schulung mit meinem Rauhaarteckel Max im praktischen Teil absolvieren konnte

Was ist ein Schwarzwildgatter?

Das Schwarzwildgatter ist eine nicht ersetzbare Einrichtung, um Jagdgebrauchshunde gemäß den „Leitlinien für die Ausbildung von Jagdgebrauchshunden zur Schwarzwildjagd in eigens dafür betriebenen Schwarzwildgattern“ auszubilden. Hier wird auch den, Verbandsrichtern eine professionelle Aus- und Weiterbildung geboten.

Inzwischen ist die waidgerechte Bejagung von Schwarzwild unerlässlich, da die Reproduktionsrate immer stärker ansteigt und auch im Sinne einer Tierseuchenprophylaxe der Jäger gefragt ist. Das geht jedoch nur mit einem brauchbaren Jagdhund, der entsprechend ausgebildet ist. Er übernimmt für unser Jäger die Aufgabe, das Schwarzwild zubewegen, das sich für uns nicht zeigt. Dadurch wird es für uns sichtbar und gleichzeitig auch einfacher, es zu bejagen.

Nicht umsonst muss der Jagdhund für diese Aufgabe gut ausgebildet sein, denn schon rein äußerlich, ist das Schwarzwild dem Jagdhund überlegen. Vor allem wird das bei unseren Teckel noch deutlicher. Zusätzlich sind Sauen extrem wehrhaft und lassen sich nicht so schnell bewegen, was sich durch ihre Rottenstruktur noch verschärft. Das muss der Jagdhund lernen, bevor er im Wald auf Sauen stößt und das nicht zuletzt im Sinne des Tierschutzes.

Der Jagdgebrauchshund in Ausbildung im Schwarzwildgatter

Um mit dem Jagdgebrauchshund an der Prüfung zur Schwarzwildjagd teilzunehmen, bedarf es der Vorbereitung in einem Gatter. Diese Schwarzwildgatter sind jagdkynologische Einrichtungen, die ausschließlich der Ausbildung dienen. Ein Jagdhund sollte wissen, was es bedeutet, auf Schwarzwild zu stoßen und ich als Jäger habe in einem Gatter die Möglichkeit, ihn darauf vorbereiten.

Das Schwarzwildgatter bedeutet praktischer Tierschutz

Der Gatterbetrieb ist stets fachmännisch auf das Wohlbefinden der Sauen und der Jagdhunde ausgerichtet. Es wird vor allem darauf geachtet, dass jeglicher Schaden vermieden wird. Die Vorgaben und deren Umsetzung erfolgt durch die Tierärztliche Hochschule Hannover. Mehrere wissenschaftliche Arbeiten befassen sich mit dem Verhalten und den Stressfaktoren von Sauen und Hunden bei der Ausbildung.